Roter Stadtrundgang

150 Jahre alt wird die SPD auf Bun­des­ebene in die­sem Jahr – und auch in Bre­mer­ha­ven blickt die Sozi­al­de­mo­kra­tie auf eine lange Tra­di­tion zurück. Als älteste Par­tei Deutsch­lands hat die SPD auch in der See­stadt Spu­ren hin­ter­las­sen – Gesche Funk und andere sind ihnen nach­ge­gan­gen, haben Orte und Bege­ben­hei­ten recher­chiert und mit Fak­ten ange­rei­chert.
Ent­stan­den ist eine Art „roter Stadt­rund­gang“ – ein Roter Faden durch die Stadt, eine Per­len­schnur an Ereig­nis­sen. Vol­ler Geschichte und Geschich­ten, die auf sehr unter­schied­li­che und nicht sel­ten berüh­rende Weise zei­gen, wie sich die SPD in der See­stadt ein­ge­setzt und für Bre­mer­ha­ven stark gemacht hat.


„Frei­heit und Leben kann man uns neh­men, die Ehre nicht“, for­mu­lierte es Otto Wels für die SPD anläss­lich der Reichs­tags­sit­zung am 23. März 1933 in der Ber­li­ner Kroll-Oper in sei­ner Rede zur Begrün­dung der Ableh­nung des Ermäch­ti­gungs­ge­set­zes, das Hit­ler unein­ge­schränkte Voll­mach­ten gewährte und den ver­häng­nis­vol­len Start­schuss bil­dete für unvor­stell­bare Gräu­el­ta­ten.

Heute, 80 Jahre spä­ter, erin­nern wir uns, wie damals Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten ihrem Gewis­sen fol­gend den Natio­nal­so­zia­lis­ten die Stirn gebo­ten haben und dem brau­nen Ter­ror uner­schro­cken ent­ge­gen getre­ten sind – die „Eiserne Front“ in Lehe, wo unsere „Rote Rei­se“ beginnt, ist nur ein Bei­spiel dafür, dass Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten nie­man­des Lehr­stunde brau­chen, wenn es darum geht, sich klar gegen rech­tes Gedan­ken­gut und men­schen­ver­ach­tende Gesin­nung zu posi­tio­nie­ren.

13 Punkte steu­ert die „Rote Tour“ an: Sie führt an den Grün­dungs­ort der SPD, ver­weist auf wich­tige Weg­mar­ken und benennt his­to­ri­sche Orte und Bege­ben­hei­ten. Bis­wei­len illus­trie­ren aktu­elle Bil­der auf den nach­fol­gen­den Sei­ten die Hal­te­punkte. Andern­orts, wo die Loka­li­tä­ten von damals in Folge der Zer­stö­run­gen durch den Zwei­ten Welt­krieg inzwi­schen moder­ne­rem Städ­te­bau gewi­chen sind, erin­nern his­to­ri­sche Auf­nah­men. Die Ein­la­dung gilt – wir wün­schen eine unter­halt­same, bewe­gende und in jedem Fall inter­es­sante Spu­ren­su­che.

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