„Roter Stadtrundgang“ in Endrunde des Wilhelm- Dröscher- Preises

Projekt der SPD- Bremerhaven präsentiert sich beim Leipziger Bundesparteitag

Mit dem anlässlich des 150. SPD- Geburtstags erstellten „Roten Stadtrundgang“ hat es die SPD Bremerhaven in die Endrunde für den diesjährigen Wilhelm- Dröscher- Preis geschafft: „Ich freue mich, dass wir dabei sind: Die Gelegenheit, unser Projekt beim Bundesparteitag vom 14. bis 16. November in Leipzig einer bundesweiten Öffentlichkeit präsentieren zu können, ist eine große Anerkennung für die geleistete Arbeit“, kommentiert der Bremerhavener SPD- Vorsitzende Martin Günthner die Entscheidung des Kuratoriums des Wilhelm- Dröscher- Preises.

Der Wilhelm- Dröscher- Preis wird alle zwei Jahre von der Wilhelm- Dröscher- Stiftung verliehen. Er ist benannt nach dem verstorbenen ehemaligen Schatzmeister, Landtagsabgeordneten und Europäer, Wilhelm Dröscher, der in seinem Wahlkreis „der gute Mensch von Kirn“ genannt wurde. „Dieser Preis hält sein Wirken und sein politischen Anliegen in der SPD lebendig. Die vielfältigen Aktionen und Initiativen sollen nicht im Verborgenen blühen, sondern einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Beispiele und Ideen sollen anderen innerhalb und außerhalb der SPD Anregungen und Mut zum Nachmachen geben“, heißt es in der Erklärung zum Hintergrund des Preises.
Günthner erklärt, mit Blick auf das 150- jährige Jubiläum der SPD auf Bundesebene – in Bremerhaven wurde die SPD am 22. Oktober 1945 gegründet – sei ein „Roter Stadtrundgang“ entstanden: „Seit ihrer Gründung haben viele Genossinnen und Genossen die Seestadt geprägt. Der Rote Stadtrundgang nimmt Interessierte mit auf eine Reise zu den Spuren der SPD Bremerhaven im Kontext ihrer historischen Verflechtung mit der Stadtentwicklung Bremerhavens“, so der SPD- Vorsitzende. Begleitet von der Broschüre „Tatkraft ist und bleibt rot“ entstand eine Tour von Nord nach Süd quer durch Bremerhaven, die Interessierte an momentan 13 geschichtsträchtige Orte der emotionsbehafteten Parteihistorie führt: angefangen mit der „Eisernen Front“ (gegen den Nationalsozialismus) über die Pestalozzischule (Gründungsort der SPD Bremerhaven), das SPD- Haus in der Schifferstraße bis zum Hauptkontor des Konsum- und Sparvereins Unterweser. „In der Broschüre finden sich einzelne Beschreibungen der Wegmarken und ein anschaulicher, mit Bildern illustrierter Stadtplan zum Roten Stadtrundgang. Ein Highlight der Broschüre stellt das Cover dar, welches durch eine aufwendige Fotoaktion entstand. Hierzu zeigten die Genossinnen und Genossen Bremerhavens ihr Gemeinschaftsgefühl, indem über 150 Frauen und Männer gemeinsam den Schriftzug „SPD“ nachstellten, welcher aus der Vogelperspektive per Kamera festgehalten wurde“, so Günthner.

Das Ziel des Roten Stadtrundganges sei es gewesen, Geschichte erlebbar zu machen. „Es haben bereits mehrere geführte Stadtrundgänge stattgefunden, bei denen Zeitzeugen wie Uwe Beckmeyer, Hennig Goes und Jörg Schulz den Rundgang durch bewegende und mit persönlichen Anekdoten gespickten Vorträgen bereichert haben“, beschreibt Günthner das breit angelegte Projekt. Passend zum neuen medialen Zeitalter entwickelten Parteimitglieder eine eigene Homepage für den Stadtrundgang, auf der ebenfalls die einzelnen Wegpunkte beschrieben und aktuelle Termine für Führungen veröffentlicht werden: Unter www.roter- stadtrundgang.de. ist auch eine Web- Applikation für Interessierte abrufbar, die sich allein auf die Spuren der roten Geschichte der SPD Bremerhaven begeben wollen.
„Der Rote Stadtrundgang soll Teil der Geschichte der SPD Bremerhavens werden und durch ständige Weiterentwicklung und Ausweitung der Anlaufstationen – auch über die Stadtgrenzen hinaus ins schöne Bremerhavener Umland – immer neue Meilensteine der Parteientwicklung für die Ewigkeit festhalten“, hofft Günthner, dass der Bremerhavener Beitrag das Kuratorium auch im Finale überzeugt.

Stichwort: Wilhelm- Döscher- Preis
Der „Wilhelm- Dröscher Preis“ wurde 1982 auf Anregung des SPD- Vorsitzenden Willy Brandt und des Bundesgeschäftsführers Peter Glotz ins Leben gerufen. Mit der Namensgebung wird die Lebensleistung des damaligen SPD- Schatzmeisters Wilhelm Dröscher gewürdigt, der 1977 im Alter von nur 57 Jahren auf dem Hamburger Parteitag starb. Auf Bitten der Familie verzichtete die SPD seinerzeit auf die üblichen aufwendigen Todesanzeigen und gab stattdessen den dafür vorgesehenen Betrag der neu gegründeten Wilhelm- Dröscher- Stiftung als Startkapital. Diese Stiftung war von engen politischen Freunden und Mitgliedern der Familie kurze Zeit nach seinem plötzlichen Tod – am 25. November 1977 – gegründet worden. Sie ist ein eingetragener Verein, dem das Finanzamt die große Gemeinnützigkeit zuerkannt hat. Die Zinsen des Stiftungskapitals sowie Spenden und Bußgelder bilden den Rahmen für das jährliche Budget der Stiftung in Höhe von 10.000 Euro. Die Stiftung hat in den nunmehr mehr als 25 Jahren ihres Bestehens mit einem Gesamtvolumen von mehr als 300.000 EUR viele kleine Einzelunterstützungen geben können, die für die Menschen oder Einrichtungen wichtig und hilfreich waren. Mehr Informationen gibt es unter: Wilhelm-Droescher-Preis.de

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